Was tun im Notfall?

Sollte die Situation zu Hause eskalieren, zögern Sie nicht die Polizei über 110 um Hilfe zu bitten, auch wenn noch nichts passiert ist, aber die Situation bedrohlich werden könnte. Die Polizei kommt lieber einmal mehr als zu spät! Behalten Sie mögliche Fluchtwege im Auge, denn wenn es Ihnen nicht möglich ist zu telefonieren, versuchen Sie aus der Situation/Wohnung zu fliehen. Denken Sie dabei auch an Ihre Kinder! Bestenfalls haben Sie sich schon einen Notfallplan zurecht gelegt.

Beispiel für einen Notfallplan

Kleine Tasche gepackt bereithalten (oder bei einer Vertrauensperson deponieren) mit Schlüssel, Kleingeld, Handy, Telefonnummern/Adressen u.a. von Vertrauten oder den Frauenhäusern, außerdem Papiere/Ausweise, Kopien von Unterlagen (siehe unten) und etwas Kleidung/Kosmetik zum Übernachten. Medikamente, Spielsachen, Brille und Schulsachen nicht vergessen. Ggf. auch wichtige Erinnerungsstücke z.B. Fotoalben o.ä.

Sprechen Sie mit FreundInnen oder Verwandten über die Möglichkeit, bei diesen im Notfall unter zu kommen. Falls Sie nicht direkt telefonieren können, können Sie auch ein Codewort mit ihrer Vertrauensperson vereinbaren. Auch die Kinder können teilweise mit eingeweiht werden und wissen, wenn das Codewort fällt, dass Sie umgehend das Haus verlassen sollten. Schaffen Sie sich ein Notfall-Netzwerk: Auch die Nachbarn sollten Bescheid wissen, dass sie, wenn sie etwas Verdächtiges bemerken, die Polizei benachrichtigen sollten.

Frauenhäuser

Bei Tötungsandrohungen, Waffenbesitz oder fortdauernder Bedrohungssituation kann es für Ihren Schutz sinnvoll sein, ins Frauenhaus zu gehen.

Telefonischer Kontakt:

Wichtige Unterlagen

Falls Sie selbst nicht betroffen sind (sondern verwandt oder befreundet), besprechen Sie mit der Betroffenen die Möglichkeiten für ihre Sicherheit und unterstützen Sie sie dabei.

Beim Hausarzt, Frauenarzt oder über PRO Beweis (in der MHH) können körperliche Verletzungen aufgenommen und dokumentiert werden. Die Untersuchungsergebnisse werden dann bei Pro Beweis bis zu zwei Jahren aufgehoben, damit sie für eine spätere Anzeige zur Verfügung stehen können. Wann und wie eine Anzeige sinnvoll ist, besprechen wir gerne mit Ihnen persönlich oder auch am Telefon.

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Bestärkungsstelle – Beratung für Frauen bei häuslicher Gewalt
im BTZ Beratungs- und Therapiezentrum
Bödekerstr. 65, 30161 Hannover
fon 0511.39 48 177
Telefonische Erreichbarkeit: Montag bis Freitag 8 Uhr bis 19 Uhr (sonst AB)
bestaerkungsstelle@btz-hannover.de
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